BALLeTAGE | Hertha 2004-2005

Ausstellung: 25.04.06 bis 25.06.06

Auch im Museum Ephraim-Palais der Stiftung Stadtmuseum Berlin regiert König Fußball unter dem Titel "BALLeTAGE | Hertha 2004-2005". Es werden lebensgroße Bilder von Spielern des Berliner Traditionsvereins gezeigt, die von dem Künstler Klaus Dennhardt stammen. Thema ist die Anspannung und der Einsatz der einzelnen Spieler im sportlichen Wettstreit. Damit widmet sich das Stadtmuseum Berlin einem Aspekt jüngster Berliner Sportgeschichte.

Der 1941 in Dresden geborene Dennhardt wandte sich schon in frühen Jahren der Kunst zu. Ab 1957 nahm er an bildnerischen Volkshochschulkursen teil. 1958 bis 1961 besuchte er die Arbeiter- und Bauernfakultät der Dresdner Kunsthochschule. 1963 bis 1968 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden Wandmalerei. Die Auseinandersetzung mit den Künstlergruppen "Brücke" und "Blauer Reiter", vor allem auch mit dem "Bauhaus", war ihm von Beginn seines Schaffens an immer wesentlicher als die im Im- und Expressionismus wurzelnde "Dresdner Schule". So suchte er auch in der Dresdner Künstlerschaft vorrangig die Bekanntschaft von Kollegen, deren Arbeit weit über jene Schule hinaus ging: Neben Hermann Glöckner war er eng verbunden mit Hans Kinder, Herbert Kunze, Max Lachnit, Helmut Schmidt-Kirstein, Albert Wigand und Willy Wolff. 1968 bis 1986 war Dennhardt freiberuflich als Maler, Grafiker und Fotograf tätig. 1973 hatte er ein Atelier mit Druckwerkstatt im Künstlerhaus in Loschwitz. Hier entstand der größte Teil des Werkes, von dem Fritz Löffler 1983 schrieb: "Klaus Dennhardt [.] ist heute wohl der wichtigste, interessanteste und vielseitigste Experimentator der jungen Generation in Dresden."
Dennhardt war in der DDR ein Begriff, er galt in den 1970er Jahren als avantgardistischer Außenseiter. Seine Grafikmappe "Drei Linien in ihrer Wandlung", die in der "eikon"-Presse des Verlages der Kunst Dresden erschien, war ein Meilenstein des nicht erzählerischen Denkens. Bis zu seiner Ausreise in den Westen 1986 entstanden abstrakte Arbeiten auf Papier und geometrische Skulpturen in Stahl. Dennhardt hat sich seit 1988 vom strengen Geometriker zum kontemplativen Realisten gewandelt. 1989 bis 1993 betätigte er sich als Ausstellungsorganisator und Kursleiter für Zeichnen und Malen im Kulturzentrum "Die Pumpe" in Berlin-Tiergarten. Er lebt in Dresden und Berlin, wo er ein Atelier im Bezirk Wedding unterhält.

Museum Ephraim-Palais | Stiftung Stadtmuseum Berlin Poststraße 16 | 10178 Berlin | Tel. (030) 24002-121 Öffnungszeiten: Di; Do-So: 10-18 Uhr | Mi: 12-20 Uhr | Mo: geschlossen Eintritt: 3,00 Euro | erm. 1,50 Euro | Mi Eintritt frei www.stadtmuseum.de

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