PLATZ.WUNDEN:

Der Fußball und die Medizin

Eine Ausstellung im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité
12. Mai - 1. Oktober 2006

Mit einer Kopfplatzwunde von "fünf Zentimetern Länge" - die BILD hatte es nachgemessen - köpfte sich Dieter Hoeneß 1982 zum Pokalmythos. Selbst "furchterregende Blutströme" (SID) konnten sein Tor zum 4:2 gegen den Club nicht verhindern. Cottbus' Torwart-Mirakel Tomislav Piplica weiß genau, wie es 2004 zu seinem mehrfachen Schulterbruch kam. Das Trikot, das er damals trug, ist für immer aus dem Verkehr gezogen: "Besser das Trikot ist schuld als ich oder Gott."

Gerissene Bänder, gebrochene Knochen, blutende Wunden: Verletzungen gehören zum Fußball wie Fangesänge und Tore. Oft sind es spektakuläre Szene. Manchmal beenden sie Karrieren. Sie bedeuten ein finanzielles Risiko für die Vereine und so ist der Sprint des Mannschaftsarztes auf den Platz oft genug nur der Anfang intensivster medizinischer Bemühungen um den hochbezahlten Sportlerkörper.

Die Ausstellung zeigt die Dramatik auf dem Rasen und wirft einen Blick hinter die Kulissen. Was geht im Kopf des Spielers vor, wenn er spürt, dass er nicht weiter kann? Was macht der Arzt wirklich auf dem Platz? Und welche Behandlungsmöglichkeiten stehen der Medizin für welche Verletzungen nach dem Spiel zur Verfügung?

PLATZ.WUNDEN ist eine Ausstellung über Verletzung und Heilung, über öffentliches Spektakel und moderne Therapie, über Spieler und ihre Ärzte. Eine Ausstellung über den Fußball und die Medizin.

Kontakt: Patrick Kleinschmidt Berliner Medizinhistorisches Museum * Projektkoordinator PLATZ.WUNDEN * Schumannstr. 20/21 10117 Berlin Tel.: 030 / 450 536 132 Fax.: 030 / 450 536 905 Mobil: 0163 / 528 25 26 Email: patrick.kleinschmidt@charite.de

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